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Wahlkampf mit Graffiti oder Graffiti als Wahlkampfthema

Die CDU prescht in letzter Zeit mit vielen Themen vor, was mich sehr betroffen macht. Was ist aus der CDU in Hamburg geworden, die sich immer liberaler zeigte, als die Bundes-CDU.

Über Graffiti wird ständig diskutiert, ob sie Kunst oder Schmiererei sei. Vorrangig ist sie Kommunikation im öffentlichen Raum. Die ständigen Artikel und hilflosen Maßnahmen zeigen jedem, ob er für oder gegen Graffiti eingestellt ist, daß diese funktioniert, allerdings auf Kosten der Eigentümer.
Schwarz/weiß-Malerei nützt bei der Problembewältigung nichts, sondern die Kommunikation auf unter-schiedlichen Ebenen.

Wenn die Polizei klagt, daß von 8000 Ermittlungsverfahren nur 3000 Fälle aufgeklärt werden konnten, so liegt es zum Teil daran, daß vermutlich schlecht ermittelt wurde oder/ und der Straftatbestand der Sachbeschädigung nicht erfüllt war, was bereits im vorrichterlichen Ermittlungsverfahren geklärt werden könnte.

Die Anzahl illegaler Sprayer, somit auch Schäden könnte gesenkt werden, wenn die Polizei aufhören würde, in Schulen zu verbreiten, daß legale Graffiti der Einstieg in die Illegalität sei und aufhören würde, an legalen Flächen zu fotografieren und zu observieren.

Auch die Schadenhöhe, die durch Graffiti angeblich entstanden ist, wird von mir stark angezweifelt. Die Geschädigten beseitigen nicht immer sofort den Sachschaden und bei einem erneuten Fall wird häufig der Altschaden von den Strafverfolgern, (in Unwissenheit des Vorschadens) hinzu addiert. Ich könnte 10 einzelne Fälle addieren und hätte als Summe 10, aber ich könnte, ohne Berücksichtigung des Altschadens, auch 1+2+3 usw. addieren und hätte als Ergebnis dann die Summe 55.

Ein weiteres Problem besteht darin, daß die Verkehrsbetriebe oft radikale Mittel verwenden oder die Angebote von Fachfirmen ablehnen und somit den Sachschaden selber verursachen, weil das Mittel so schnell wirkt, daß man ständig den Blickkontakt zum reinigenden Objekt haben müßte.. So kann die Firma TEREC keine bitumenhaltigen Substanzen mit dem Graffiti-Allzweckreiniger DEKONTA-MINOL der Firma Neumann/ Berlin entfernen. Es gibt für die Graffiti-Entfernung kein Allzweckmittel, sondern verschiedene, wie bei anderen Fleckentfernern auch.
Betumen ist auf Teerbasis hergestellt. Jede Hausfrau würde Teer mit Öl oder Margarine entfernen können. Die Spezialfirma IPA Randmark und auch andere Internet-Firmen haben Reinigungsmittel, mit denen man Teer und Betumen rückstandslos, schnell u. kostengünstig entfernen könnte, aber man hängt in Treue zum Tochterunternehmen TEREC.
Jeder andere Geschädigte in anderen Schadenbereichen ist an die Schadensminderungspflicht gebunden, Verkehrsbetriebe können die Kosten für Designer-Reinigungen abverlangen, weil kein Anwalt schnell genug das geschädigte Fahrzeug begutachten könnte und die Kursbücher nicht kennt.
Die DB muß nicht einmal vor Gericht automatisch ihre Reinigungs-u. Wartungsunterlagen vorlegen. So hatte ich vor Kurzem einen Fall, wo diese nachgereicht wurden.
Reinigungskosten über 4.000 DM
Reinigungsdauer 30 Stunden
Nutzungsausfall 10 Tage
Reinigungsdatum: 23.06.00
Tatzeit: 13.07.00
Da war die DB-Reinigung schneller vollbracht, als die Täter sprühen konnten! Ich mag nicht darüber nachdenken, wie viele Schuldtitel durch falsche Berechnungen oder Zuordnungen fehlerhaft sind!

In einem anderen Fall betrug die zu reinigende Fläche 15 qm, sollte von einer Anti-Graffiti-Folie gereinigt werden.
Rechnung der DB:
rd. 130 Arbeitsstunden,
3 Tage Nutzungsausfall,
27 Liter Reiniger verbraucht.
(Welche Hausfrau braucht, um z.B. 15qm Beschmutzung von einem Wachstuch zu entfernen, diese Zeit??? So schnell kann man vergleichsweise mit dem Reiniger der Fa. Randmark und auch mit dem Mittel der DB Graffiti von Folien oder PUR-Lacken entfernen. Ich besitze beide Mittel!!!)

Es würde bedeuten, daß pro Tag 5 Personen jeweils 1qm gereinigt hätten, am 3. Tag wäre sogar eine 6. Person hinzugezogen worden. Man hätte sich pro Tag 9 Liter Reiniger aufgeteilt. Im sozialistischen Wirtschaftssystem hätte ich solchen Angaben geglaubt, da ist vieles möglich gewesen, aber hier?

Auch in Frankfurt sollen Sprayer für die Reinigung eines Waggons bezahlen, der vor dem Tatzeitraum besprüht wurde.

In Korbach wurde behauptet, daß auf der anderen Längsseite eines Waggons keine Vorschäden durch Graffiti waren, obwohl ich inzwischen den Gegenbeweis erhielt.

Es ist auch schon mehrfach vorgekommen, daß ein Täter von der DB einen oder mehrere Waggons doppelt in Rechnung gestellt bekam, diese auch noch in unterschiedlicher Höhe. In einem Fall hat das eine Amtsrichterin in Hamburg selbst festgestellt, in einem anderen Fall wurde es im Revisionsbeschluß des Bayerischen Obersten Landgericht festgestellt...... usw. ... usw.

Es ist z.B. so, daß in Hamburg, lt. ehrlicher Information der DB, alle Züge (seit Oktober 1997) rückstandslos gereinigt werden können. Da das DB-Reinigungsmittel eine DB-Bestellnummer hat, könnte jedes Zweigunternehmen der DB dieses beziehen. Ein Mitarbeiter des Ausbesserungswerkes Kassel meinte mir gegenüber, man würde zu Lasten der Sprayer immer abschleifen und neu lackieren, wenn Hamburg es so halte... !

Ein Mitarbeiter der DB Limburg meinte zu mir, daß die Züge dort immer in Verbindung mit den Wartungsarbeiten gereinigt würden. Falls die Graffiti-Entfernung noch nicht beendet worden sei, würde der Zug/ Waggon unfertig gereinigt wieder eingesetzt werden, weil man zu wenig Fahrzeuge habe. Das erklärt, warum manche Waggons so unattraktiv aussehen oder nur halb geputzt fahren. Bei sogen. "whole cars" (total besprühter Waggon, bei dem auch die Fenster besprüht wurden), werden die Fenster mit einem Ceran-Schaber vor Ort oft schon gereinigt, wie mir Lokführer in mehreren Städten schon berichtet haben.

So kommen dann vermutlich auch die merkwürdigen Kombination von Crews zusammen, die keine sind. Wenn ein Sprayer neben so einem Graffito sprüht, wegläuft und erwischt wird, kommen Vermutungen zustande, wie z.B.:........ "hat in Tateinheit mit weiteren, unbekannt gebliebenen Tätern "xyz" gesprüht....., " obwohl dieser vielleicht nur allein unterwegs war. Nur, wie soll er das beweisen???

Wer, wie z.B. Roger Kusch, Sicherheitsberater der CDU, das Sprühen an sich schon ahnen will, weiß anscheinend nicht, daß solche Verbote gar nicht möglich sind. Sämtliche Autolackierer wären dann Straftäter und hinter Schloß und Riegel!

Nach geltender Rechtsprechung, vgl. BGH-Urteile, muß eine erhebliche Substanzverletzung vorliegen, oder bei der Entfernung zwangsläufig entstehen oder/ und die technische Brauchbarkeit eingeschränkt sein. Das ist bei Graffiti schon lange nicht mehr der Fall, mag sein, sicher zum Leidwesen manches Sprayers, aber zum Glück für die meisten Geschädigten.
Bedauerlicherweise halten die Medien es nicht für so erforderlich, die neuen Kenntnisse der Leserschaft/ den Zuschauern mitzuteilen. Lieber vermarktet man jugendliches Draufgängertum oder Farb-Anarchismus, um die Auflagestärken zu erhöhen. Häufig will man immer vorrangig Sprayer aus der illegalen Szene haben, kaum einen aus der legalen. Meist geschieht das dann nur in Verbindung mit dem illegalen Sprühen. Ich nenne das Ausbeutung jugendlicher Geltungssucht! Die Medien, die sachlich über die Problematik berichten, sind leider in der Minderheit.

Die Behauptung, der Hamburger Senat würde illegales Graffiti verharmlosen, weise ich in aller Schärfe zurück. Die Jugendsenatorin Rosemarie Raab war die erste Jugendsenatorin, die sich der Graffiti-Problematik angenommen hatte. Sie veranlaßte, daß das Konzept unseres Vereins als Pilot-Projekt gefördert wurde. Das geschah vom 15.02.96-31.12.97 aus Mitteln des CDU-Bundesfamilienministeriums aus Bonn! Die damalige Familienministerin der CDU hatte wohl eine andere Sichtweise als die Landes-CDU heute!

Interessierte können sich den qualifizierten Schlußbericht beim Amt für Jugend kostenlos abfordern. Dieser Bericht wird demnächst, korrigiert von Tippfehlern, auch auf unserer Seite zu finden sein. Er dient inzwischen auch Pädagogen in CDU-regierten Bundesländern. Die Vernetzung der Pädagogen nimmt zu.

Die unberechtigten, weit überzogenen Forderungen, die meistens nicht nur von den Geschädigten zu vertreten sind, werden dadurch auch zunehmend transparenter und vergleichbarer.
So wurde in Lüneburg der Kostenvoranschlag für die Reinigung von 400qm Lärmschutzwand mit 350.000 DM eher das Doppelte veranschlagt, der jedoch nach unserer Kontaktaufnahme mit dem Straßenbauamt Lüneburg schlagartig auf 35.000 DM reduziert wurde und beim letzten Angeklagten nur noch 25.300 DM betrug.
Erstaunlicherweise hatte die Staatsanwaltschaft in Lüneburg keinen Anlaß gesehen, gegen diese Firma wg. Betrug oder Wucher vorzugehen!!!

Herr Kusch möchte, falls ein Regierungswechsel zustande kämme, nochmals eine Gesetzesänderung einbringen, so daß die "Verunstaltung" Straftatbestandsmerkmal für Sachbeschädigung doch noch eingefügt werde. Verunstaltung ist ein unbestimmter Rechtsbegriff, der definiert werden müßte. Er blieb bisher leider die Antwort schuldig, wer die Verunstaltung feststellen solle.
Der Geschädigte???
Die Polizei???
Die Staatsanwaltschaft???
Das Gericht???
Kunstsachverständige???
Die/ der Politiker??? Und wenn ja, welcher???
Mich würde als Geschädigter überhaupt nicht interessieren, ob etwas Kunst oder Schmiererei sei, ich will meinen Gestaltungswillen durchsetzen! Diesen will oder würde ich mir auch nicht oder möglichst nicht durch andere Personen vorschreiben lassen!!! Folglich liegt ist mein Hauptinteresse, wie kriege ich das wieder weg, bzw. wer macht es mir möglichst kostengünstig weg, wenn ich keine Regreßansprüche gegen den Täter anmelden kann.

Die Justizministerin hatte Recht, als sie verkündete, daß die §§ 303, 304 in jetziger Form ausreichen würden, man diese nur entsprechend anwenden müsse.

Der Rechtsanwalt, ebenfalls Sicherheitsexperte, Dr. Schott geht noch einen Schritt weiter und würde sogar ein Kopfgeld aussetzen.
Er blieb auch Antworten schuldig. Wer soll dieses Kopfgeld bezahlen???
Der Steuerzahler???
Dagegen würde ich mich zur Wehr setzen. Ich zahle genügend Steuern, damit u.a. die Polizei finanziert wird, die für Sicherheit und Ordnung sorgt.
Der Geschädigte???
Der wird sich bedanken, wenn zum Schaden, auf dem er unter Umständen ganz oder auf lange zeit sitzen bleibt, zusätzlich noch das Kopfgeld zahlen müßte und nicht einmal die Sicherheit hätte, den Schaden erstattet zu bekommen.
Der Täter???
Der Täterkreis ist meist minderjährig und glaubt kaum an eigene Zukunftsperspektiven. Wer kein Geld für die Schadenregulierung hat und auch keinen Glauben an die Zukunft, den werden 1000 DM mehr oder weniger auch "nicht jucken!"

Die Parole "Nicht weggucken, sondern kassieren" hatte z.B. in einer Schule in Bielfeld dazu geführt, dass ein Schüler das Schulfach seines Mitschülers aufgebrochen hatte, um die gesammelten Fotos und Skizzen, die dieser für ein Magazin zusammengetragen hatte, zu stehlen, um sie der Polizei auszuhändigen, um eine Belohnung zu bekommen.
Der Stadtkasse Bielefeld kostete diese Idee die Kostenübernahme von 2 Gerichtsinstanzen!

In Lüneburg hatte ein Zeuge der Staatsanwaltschaft, der von seinen Freunden oft verulkt wurde, Gerüchte, Tatsachen und seine eigene Selbstüberschätzung zum Informationsbrei vermischt, um den eigenen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Das hatte zu einem Groß-Verfahren geführt, wo sicher die damalige Sprayergruppe außer Gefecht gesetzt wurde, aber auch krasse Ermittlungsfehler sichtbar wurden, Schadensummen zusammenfielen,. Dieser Zeuge hatte damals auch einräumen müssen, für seinen Freund mitge"tagged" zu haben, was einzelne andere Sprayer dort in Hauptverhandlungen auch eingestanden hatten. Solch Denunzianten-Bonus hatte sogar zur Folge, daß ein BGS-Beamter vorübergehend vom Dienst suspendiert wurde, weil sich Sprayer mit falschen Fakten bei ihren Freunden wichtig gemacht hatten, die daran glaubten und diese Fakten aussagten.

Hamburg braucht kein Denunziantentum!

Es ist allerdings immer wieder sehr erstaunlich, woher und wie die Schadenhöhe der Hauptgeschädigten zustande kommt. Nach meinen Erfahrungen gibt es überhaupt keine Statistiken bei den Verkehrsunternehmen, weil Graffiti unter Sachschäden nicht extra ausgewiesen wurde. Das müßte die Hamburger CDU eigentlich auch wissen.
1995 hatte ich dafür gesorgt, daß ein DB-Angestellter aus der Schadenabwicklung und der damalige zuständige Leiter der S-Bahn bei unserem Info-Gespräch über meine Arbeit anwesend waren. Letzterer hatte damals mitgeteilt, daß rd. 7.000 000 DM Verluste bei der S-Bahn durch Sachschäden zustande gekommen waren, davon schätzungsweise rd. 1.2 Millionen durch Graffiti, die Restsumme durch "Polsterschlitzer" und "Scheibentreter", also Hooligans, die mit Sprayern der HIP HOP Bewegung nicht die leisesten Berührungspunkte hatten, bzw. haben!
Damals meinte er auf meine Frage, warum es keine SOKO für "Scheibentreter" oder "Polsterschlitzer" gäbe, daß nicht jeder, der ein Messer in der Tasche habe, ein potentieller "Polsterschlitzer" sei!

Warum gilt diese Einstellung nur für Besitzer von Messern, nicht für die von Spraydosen???

Ich hatte zur Jahreswende der CDU, HH-Nord, angeboten, noch einmal zu einem ausführlichen Gespräch zur Verfügung zu stehen. Bisher hat sich noch jedoch noch niemand gemeldet. Ich bin immer noch gern dazu bereit, weil gerade Kritiker meiner Arbeit, mir immer wieder neue Denkimpulse gaben, die für die pädagogische Arbeit wichtig und sinnvoll sind.

Pädagogische Konzepte müssen immer überparteilich funktionieren, weil sie sonst nichts taugen. Jugendliche brauchen gleichbleibende Beständigkeit als Sicherheit.
Ich würde z.B. auch gern erfahren, warum die CDU die Strafmündigkeit herabsetzen will. Ich glaube nicht, daß in noch jüngeren Jahren von Jugendlichen mehr Vernunft zu erwarten ist und sich die Beschuldigten, die keinen familiären Rückhalt haben, sich besser artikulieren werden.

Erziehung ist Beispiel und Liebe. Jugendliche brauchen Erwachsene, die gewillt sind, Vorbild zu sein.
Wir Erwachsenen können nicht von unseren Kindern ein Verhalten abfordern, was wir selbst nicht gewillt sind zu zeigen.


Graffiti ist die WERBUNG FÜR SICH SELBST!!! Sprayer der HIP HOP Bewegung werden jedoch gern für fremde Zwecke benutzt. Sie sollen/dürfen für Parteien im Wahlkampf sprühen, weil man sich mit Graffiti-Werbung als Partei so jung und dynamisch darstellen kann.
Sie dürfen gegen Gewalt oder gegen Drogen sprühen, aber nie für ihre eigenen Zwecke. Man gibt ihnen Aufträge, um meist die eigenen Vorstellungen umzusetzen, selten die Flächen und/oder das Material, damit sie sich selbst, mit dem, was sie fühlen oder wer sie sind, darzustellen.
Auch die Werbung für Konsum-Artikel oder Musik hat die Sprayer für sich genutzt.
Die Kreativität der Sprayer ist erwünscht, nur der Sprayer nicht!

Der "tag" an der Wand ist für die Besitzenden ein Übel, für manchen Sprayer oft die einzige Möglichkeit, zu zeigen, daß er da ist, daß es ihn gibt. Wenn ihn keiner sehen will, so kann er sich wenigstens selber sehen. So wird mancher "tag" das Spiegelbild seiner selbst. Wenn ein "tag" eines solchen Sprayers entfernt werden würde, so wäre es für ihn gleichbedeutend, als wolle man auch ihn aus unserer Stadt oder Gesellschaft entfernen, ihn ausgrenzen. Folglich käme der "tag" an dieser Stelle wieder vor oder an einer anderen Stelle. Das Problem wäre nur auf die Wand des anderen verlagert worden, aber nicht behoben!

Solche Menschen brauchen Hilfe, keine Ausgrenzung; denn sie sind bereits schon ausgegrenzt, haben sich selbst schon ausgegrenzt, oder fühlen sich so. Sie müssen lernen, daß es Menschen gibt, die mit ihnen reden würden, damit sie nicht mehr mit der Dose "gegen die Wand" reden, sondern Mut entwickeln müssen, sich zu öffnen. Wegsperren ist deshalb keine Lösung, denn sie sind schon Gefangene ihrer Meinung und Gefühle. Wir müssen Brücken bauen, nicht die Brücken abreißen!

Wir regen uns nicht darüber auf, daß unser Blickfeld mit Reklame aller Art versperrt wird. Reiche Menschen, Menschen mit politischer Macht haben jede Möglichkeit den öffentlichen Raum zu benutzen. Kinder und Jugendlichen bleibt die Möglichkeit verschlossen. Wir sollten darüber nachdenken, daß wir die Kinder gewünscht haben. Wir müssen ihnen eine altersgemäße Umgebung geben und zunehmend, dem Alter entsprechend, eine Mitwirkungs-u. Mitbestimmungsmöglichkeit, Eigenverantwortlichkeit und Mitverantwortung zu trainieren.

Wenn wir Jugendliche besser zur Kenntnis nehmen würden, dann wäre Graffiti, als diese Form der Werbung, Provokation oder Mutprobe nicht mehr erforderlich oder würde sich stark reduzieren.

Wenn die Jugend die Zukunft unseres Landes ist oder sein soll, dann wird es Zeit, daß wir beginnen, in sie zu investieren!

© 2001 Barbara Uduwerella